Saturday, August 15, 2015

Kundgebung zum Jahrestag der Besetzung Zyperns am 20. Juli 1974


DS-September-Ausgabe: Bericht über Zypern

Die Besetzung niemals akzeptieren!

Nikosia:       Auf Einladung der zypriotischen Partei »Nationale Volksfront« (E.LA.M) nahm der APF-Generalsekretär und Auslandsbeauftragte der NPD, Jens Pühse, an einer machtvollen Demonstration in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, teil.
Hunderte griechische Nationalisten aus ganz Zypern strömten am Abend des 20. Juli 2015 zum Checkpoint »Ledra Palace«. An diesem Checkpoint – der zum türkisch besetzten Teil Nikosias führt – findet alljährlich eine Demonstration anläßlich der Invasion türkischer Truppen im Jahr 1974 statt.

Neben Pühse nahmen Vertreter weiterer nationaler Parteien teil, so u.a. Abgeordnete der griechischen Goldenen Morgenröte aus dem Europäischen Parlament, Vertreter der russischen Partei Rodina und Nationalisten aus Italien (Forza Nuova), Belgien, Polen (NOP) und Frankreich.


Die Teilnehmer marschierten gegen die türkische Besetzung griechischen Bodens. Griechische Fahnen und der Schein von brennenden Fackeln erfüllten die Straßen. Ihre Gesänge hallten durch die Straßen und sie vermittelten so eine einfache Botschaft: Auch nach über 40 Jahren Teilung ist und bleibt die gesamte Insel Zypern griechisch und wird es auch immer sein.


Am Rande des Treffens wurde die Möglichkeit einer Mitgliedschaft der Nationalen Volksfront in der europäischen Partei Alliance for Peace and Freedom (APF) beraten. Der Vorsitzende der zypriotischen Patrioten, Christos Christou, sprach seinen Wunsch auf Aufnahme in die aufstrebende neue Formation auf euro-päischer Ebene aus. Weitere Treffen zur Intensivierung der Kontakte wurden vereinbart.
Hintergrund sind die seit einiger Zeit wieder zunehmenden türkischen Provokationen gegen die Regierung in Nikosia und die griechischen Bürger Zyperns.


Im 1974 völkerrechts-widrig besetzten Nordteil der Insel herrscht seit 1983 ein von der Türkei eingesetztes Re-gime, das jedoch international nicht anerkannt wird. Spätestens mit dem Beitritt Zyperns zur Europäischen Union im Jahr 2004, der von 67 Prozent der Zyprioten abgelehnt wurde, ist aus dem Zypernkonflikt ein europäischer Konflikt geworden, den offensichtlich einige EU-Vertreter dazu nutzen wollen, die Türkei durch die Hintertür in die Europäische Union einzugliedern.
Schon im vergangenen Jahr nahm der NPD-Europaabgeordnete Udo Voigt an einer von der griechischen Partei Goldene Morgenröte initiierten Konferenz mit über 180 Teilnehmern zur Beilegung des Zypernkonflikts unter den Bedingungen des geltenden Völkerrechts im Europäischen Parlament teil. Die Konferenz fand durch die Teilnahme von Parteivertretern aus Belgien, Deutschland, Griechenland, Ungarn und Zypern internationale Beachtung. Seinerzeit sprachen sich die Anwesenden gegen die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union aus.

Der EU-Abgeordnete General Epitideios wörtlich: »Wir sagen heute, wofür wir sind. Die Türkei darf niemals Mitglied der Europäischen Union werden, auch nicht über die Hintertür Zypern.«



Voigt, der auch Mitglied des europäischen Ausschusses für Menschenrechte ist, verurteilte vor Ort die türkischen Verletzungen internationalen Rechts. So wurden mehr als 200.000 griechische Zyprioten zwangsweise umgesiedelt, alles, was an griechische Kultur erinnert und alle Kirchen zerstört und durch die türkische Militärgewalt etwa 35 Prozent des Landes besetzt. Es kam zu massenhaften Enteignungen und mehr als 1600 griechische Zyprer sind bis heute spurlos verschwunden, mutmaßlich durch türkisches Militär umgebracht.
Der griechische Europaabgeordnete General Synadinos, der 1974 persönlich an den Kämpfen gegen die türkischen Invasoren teilnahm, hielt eine bewegende Rede, in der er u.a. ausführte:
»Von der EU und vom griechischen Staat verlassen, haben viele griechische Zyprioten die Hoffnung verloren. Das wird sich ändern, denn heute haben sie wieder ein Sprachrohr, eine Stimme, eine Hoffnung und die heißt Goldene Morgenröte.
«Am Rande der Tagung hatten Udo Voigt und der ELAM-Vorsitzende Christos Christou vereinbart, im Jahr 2015 am 20. Juli gemeinsam mit den Zyprioten ein deutliches Zeichen gegen die türkischen Besatzer zu setzen. Mit der beeindruckenden Demonstration unter Beteiligung der APF wurde dieses Versprechen in Nikosia eingelöst.

                       
                                    Jens Pühse / Florian Stein