Thursday, December 8, 2011

Ultraweiche Kuscheljustiz: 20-Cent-Mörder muss nicht mal ins Gefängnis


Hamburg (DE) – Nachdem der Bundesgerichtshof ein Gefängnisurteil als zu hart empfunden hat, wurde Onur K. jetzt zu zwei Jahren Haft  auf Bewährung die Ableistung von Sozialstunden verurteilt – obwohl er für 20 Cent einen Mann töteten.
 Im Juni 2009 hatten Onur K. (damals 17) und Berhan I. (damals 18) einen Mann am Harburger Bahnhof nach 20 Cent gefragt, die dieser ihnen nicht gab. Die beiden ausländischen Fachkräfte schlugen ihn daraufhin nieder und traktierten ihn mit Fußtritten, bis er in ein Koma fiel. Im Krankenhaus starb der Dachdecker vier Wochen später. Onur K. erhielt dafür lächerliche drei Jahre und vier Monate Haft, Berhan I. “immerhin” drei Jahre und zehn Monate.

Im neuen Verfahren forderte die Staatsanwaltschaft zwei Jahre und acht Monate Haft, doch das Gericht gab zwei Jahre Haft, die auf Bewährung ausgesetzt wurden und eine Ableistung von Sozialstunden. Die Höhe der Sozialstunden ist nicht bekannt, aber sie sind auch nebensächlich. Es reicht zu wissen, dass die Tötung eines Menschen, im Fachjargon Körperverletzung mit Todesfolge, in Deutschland nicht einmal dazu reicht  um in das Gefängnis zu müssen. Die Lichterkette für einen deutschen Dachdecker, der zur falschen Zeit am falschen Ort war, bleibt aus. Wahrscheinlich wurde der Fall nicht einmal auf Deutschenhass untersucht.