Friday, December 18, 2009

MUENCHEN - ANGST VOR DER WAHRHEIT ?

Vorweihnachtlicher Geschichts-Streit: Münchner Gesinnungswächter gehen in die Luft

Der Bildungsauftrag bayerischer Schulen läßt alternative Sichtweisen auf die jüngere deutsche Geschichte offenbar nicht zu. In München hat der Versuch, Schüler von Gymnasien und Realschulen mit unzensierten Ergebnissen der Geschichtsforschung zu informieren, zu allergischen Reaktionen selbsternannter Sittenwächter geführt.

Im November 2009 sandte der Münchner Stadtrat der Bürgerinitiative Ausländerstopp (BIA), Karl Richter, das Sonderheft von Volk in Bewegung des gleichnamigen Verlagshauses zum Thema »Wer war schuld am Zweiten Weltkrieg?« an die Schülermitverwaltungen von rund 30 städtischen und staatlichen Gymnasien und Realschulen der bayerischen Landeshauptstadt.
In seinem Anschreiben verwies der BIA-Stadtrat auf neuere Forschungsergebnisse osteuropäischer Historiker, wie etwa des russischen Publizisten und Historikers Viktor Suworow, die eine neue andere Sicht auf bisher angenommene Geschichtsthesen eröffnen würden. Richter wörtlich: »Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist im übrigen eine Grundvoraussetzung jedes geistigen Fortschritts – alles andere liefe auf eine Gesinnungszensur hinaus, wie wir sie gerade an totalitären Regimen verabscheuen.«
Doch genau diese Gesinnungszensur scheint zu herrschen. Schlimmer noch: Empörte Konrektorinnen scheinen nichts vom Postgeheimnis zu halten. Einige Schulen fingen die Post vor der Schülermitverwaltung ab. Und das sattsam bekannte Pressekartell muß alle Register ziehen, um das herrschende Dogma von der Alleinkriegsschuld Deutschlands zu verteidigen.
Wo ist die Provokation?
Die Süddeutsche Zeitung warnte ihre Leser am 5. und 8. Dezember mit zwei großen Artikeln vor »Nazi-Propaganda an Schulen«. Die dort ausgebreiteten Reflexe lesen sich wie ein Psychogramm geistiger Unterwürfigkeit: Die Landtags-Grüne Margarete Bause fordert, »die Verbreitung von Nazi-Propaganda sofort und konsequent zu unterbinden und zu ahnden.« Die Landeshauptstadt München prüft rechtliche Schritte gegen den Stadtrat. Allein die Frage »Wer war schuld am Zweiten Weltkrieg?« sei eine Provokation.
Die Schulreferats-Sprecherin Eva-Maria Volland spricht vom »Versuch einer Indoktrination« und gelobt Linientreue: »Die Eltern müssen davon ausgehen können, daß ihre Kinder von so etwas fern gehalten werden.« Als noch hilfloser erweist sich der SZ-Schreiberling Christian Rost, wenn er den russischen Publizisten und ehemaligen Offizier der Sowjetarmee Viktor Suworow als »Holocaust-Leugner« diffamiert.
Es scheint so, daß das Sonderheft zur Kriegsschuldfrage von »Volk in Bewegung« mit den Verweisen auf Viktor Suworow und Erkki Hautamäki in München wie eine Bombe eingeschlagen hat. Es sind vor allem die ausländischen Historiker, vor denen sich die Verfechter des Staatsdogmas von der deutschen Alleinkriegsschuld fürchten. So waren es ungarische und ukrainische Historiker, die 1999 die Anti-Wehrmachtskampagne des Jan Philipp Reemtsma als Lüge entlarvten.
Suworow veröffentlichte seit Ende der 1980er Jahre mehrere Bücher, in denen er die auch als Präventivkriegsthese bezeichnete Hypothese aufstellte, Stalin habe, nachdem er der Sowjetunion zwischen 1939 und 1940 bereits das östliche Polen, Teile Finnlands, die baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen sowie Teile des erdölreichen Rumänien einverleibt hatte, Anfang der 1940er Jahre Vorbereitungen getroffen, Mittel- und Westeuropa zu überfallen. Im Jahre 2006 wurde eine Sammlung von russischen Historikern herausgebracht, die einige Argumente von Suworow unterstützen.
Pawlowsche Reflexe der Meinungswächter
Die These vom deutschen »Überfall auf die Sowjet-union« ist somit ins Wanken geraten. Auch der finnische Autor Erkki Hautamäki dürfte mit seinen Erkenntnissen aus den Akten des damaligen finnischen Feldmarschalls Mannerheim noch für Aufsehen sorgen. Dort erhalten wir »einen Eindruck von der Wahrheit« eines seit langem geplanten Vier-Fronten-Krieges gegen des Deutsche Reich, dem Hitler mit seinem Präventivschlag im Sommer 1941 zuvorkam.
Schlechte Zeiten für die Vertreter des alten Kriegsschuld-Dogmas. Immer mehr Schüler werden hellhörig. Dazu haben jetzt auch wieder die pawlowschen Reflexe in München beigetragen.

Quelle: www.deutsche-stimme.de